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Roman Bernhardt reißt alle mit

HSV Insel Usedom - Oranienburger HC 33:30 (17:16)
News von Montag,
4.10.2010, 09:52 Uhr

Kategorie: 1. Männer
Nach dem tollen Auftritt in Beckdorf traten die Insulaner trotz leichter Schwierigkeiten zu Spielbeginn mit deutlich verbessertem Selbstbewusstsein auf. Daran änderte auch der kurzfristige Stromausfall in der „Pommernhölle“ nichts. Allerdings mussten die Gastgeber auf Tomasz Gala verzichten. Er stand zwar im Aufgebot, klagte aber schon im Vorfeld über plötzlich aufgetretene Knieprobleme. So kam der Oldie des HSV nur einmal bei einem Siebenmeter aufs Feld.

Gästetrainer Peter Frank machte die Niederlage seines Teams an „den drei W‘s im HSV-Team aus. Sie waren ausschlaggebend für den HSV-Sieg“, so der Oranienburger. Gemeint sind die Brüder Oliver und Kevin Wendlandt und Torben Wendt. Vergessen hatte er dabei aber den Ersatz für den angeschlagenen Kapitän des HSV-Teams, „Tomek“ Gala. Roman Bernhardt führte nicht nur das Spiel, er war auch ungewöhnlich torgefährlich.
Die ersten drei Tore erzielte Kevin Wendlandt. Damit führte das Gastgeberteam mit 3:1. Dann traf Oliver Wendlandt vom Kreis und Roman Bernhardt aus dem Rückraum, so dass es 5:2 stand. Es hatte zu diesem Zeitpunkt den Anschein, als würden die Oranienburger „aus der Halle gefegt“. Doch die Gäste fingen sich. Dank der individuellen Stärke von Max Bachmann kamen sie wieder ins Spiel zurück.
Bachmann traf viermal bis zum 5:5-Ausgleich und war später auch für die einzige Führung (12:11) seines Vereins verantwortlich.
Gordon Wicht und Torben Wendt legten die erneute HSV-Führung vor. Als Kevin Wendlandt zum 9:8 traf, bedeutete das zugleich das Ende für den Oranienburger Christian Riedel. Für sein übles Foul an dem HSV-Rückraumspieler kassierte er glatt „Rot“ — und das nach 15 Minuten Spielzeit. Später sollte ihm Stephan Fuchs, ebenfalls nach Foul an Wendlandt, mit „Rot“ folgen. Christoph Dübener, der für Wendlandt kam, weil dieser sich erst einmal erholen musste, erzielte mit einer wahren Energieleistung das 12:12. Roman Bernhardt und Torben Wendt, der wiederum mit einer fehlwurffreien Angriffsleistung überzeugte, erhöhten auf 14:12. Trotz einem zwischenzeitlichen 17:14 konnte sich der HSV nicht absetzen. Der OHC, mit den ehemaligen HSV-Spielern Gleß und Pommerening, kam wieder bis auf einen Treffer heran.
Mit Lars Müller im Tor ging der HSV in die zweite Halbzeit. Der Keeper parierte einige Bälle. So lag der HSV mit 19:16 vorn. Doch der OHC kam wieder heran, schaffte das zwischenzeitliche 18:19. Es blieb eng. Gordon Wicht scheiterte mit einem Siebenmeter am Keeper, erkämpfte sich aber den Abpraller zurück und netzte den Ball zum 20:18 ein. Das war ein deutliches Zeichen der Willensstärke der Insulaner. Der HSV setzte sich in der Folge auf fünf Tore (26:21/29:24) ab. Doch der OHC ließ sich nicht abschütteln und war beim Stand von 29:31 wieder dran. Die Entscheidung fiel, als Roman Bernhardt zum 32:29 traf und Maik Hintze, der jetzt wieder im Kasten stand, im Gegenzug einen Siebenmeter parierte.
Der erste Heimsieg der noch jungen Saison war in Papier und Tüten. „Die Probleme, die wir in den ersten beiden Spielen hatten sind abgestellt. Der Angriff funktioniert wieder. Wenn überhaupt Kritikpunkte zu finden sind, dann in der Abwehr. Aber da haben wir uns im Spielverlauf auch zurecht gefunden“, weiß HSV-Trainer Jens-Peter Teetzen.
Aufstellung HSV: Hintze, Müller — Wendt 5, Glende 1/1, Gala 1/1, Babatz, Bernhardt 7/1, Leow 2, G. Wicht 5/2, Behrens, K. Wendlandt 9, O. Wendlandt 2, Teetzen, Dübener 1.


Roman Bernhardt (2. v. l.) - beobachtet von Alexander Leow (r.) - war einer der Garanten für die Tore. Er war sieben Mal erfolgreich.


Stimmen zum Spiel: Zwei wichtige Punkte

Lasse Behrens, zukünftiger Manager HSV Insel Usedom und diesmal ohne Einsatzzeit, verfolgte das Spiel seiner Teamkameraden von der Bank und freute sich über der Erfolg: „Es waren zwei sehr wichtige Punkte, die unserem Selbstvertrauen gut tun werden. Wir haben viel gespielt und sind über gute Angriffszüge zu Toren gekommen. Ganz stark fand ich Kevin Wendlandt, der uns mit seinen Toren im Spiel gehalten hat. Aber auch Torben Wendt, er hat zwar unauffällig, dafür aber effizient gespielt.“

Heidi Rösler ist als „Club 100“-Mitglied natürlich Stammgast in der Pommernhalle und auch auswärts gelegentlich dabei. Sie zählte zu den Gewinnern der Tombola. Heidi Rösler freute sich über die Rückkehr von Kreisläufer Oliver Wendlandt. „Schön, dass Oliver wieder im Kader ist. Damit steht eine imposante Erscheinung in der Deckung. Ansonsten fand ich die Gangart der Oranienburger ziemlich hart und über weite Strecken auch unfair. Unsere Spieler, vor allem Kevin Wendlandt, mussten sehr viel einstecken. Wir haben aber gewonnen und das ist das Wichtigste. So machen der Handball und die damit verbundene Samstagsabendabwechslung viel Spaß.“

(von Lars Petersen, OZ 04.10.2010)


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