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Teetzen: Auch letztes Saisonspiel wichtig

Saisonabschluss in der Pommernhalle gegen den SV Beckdorf (Anpfiff: 18.30 Uhr)
News von Freitag,
18.5.2012, 20:48 Uhr

Kategorie: 1. Männer
Der HSV-Trainer und sein Team haben sich intensiv auf Beckdorf vorbereitet. Platz zehn soll noch geschafft werden.

Eine spannende Saison geht zu Ende.Die Erwartungen an den HSV Insel Usedom waren nach dem vierten Platz in der Saison 2010/11 relativ hoch. Einzig HSV-Trainer Jens-Peter Teetzen mahnte, dass die Liga in diesem Jahr weitaus stärker sei und dass es schwer wird, eine ähnliche Konstellation zum Ende der Saison zu erreichen. Seine Vorstellung ging in Richtung Platz zehn.
Der Trainer sollte Recht behalten. Derzeit ist der HSV Tabellenzwölfter. Morgen, ab 18.30 Uhr, ist das Inselteam Gastgeber für den SV Beckdorf, der einen Platz hinter den Usedomern steht. „Der zehnte Platz oder besser ist immer noch möglich“, so Teetzen. Auf jeden Fall muss das Spiel gegen Beckdorf gewonnen werden. Wenn dann Fredenbeck (in Magdeburg) und Oranienburg oder Stralsund (spielen gegeneinander) mit höchstens einem Punkt vom Feld gehen, dann ist der HSV sogar noch Neunter. Doch für HSV-Coach Jens-Peter Teetzen ist erst einmal der eigene Erfolg wichtig. Auch für sein Ego, da er als verantwortlicher Trainer des Drittliga-Teams bekanntermaßen zurücktritt. „Eine schöne Zeit geht vorbei. Mit einem Sieg fällt der Abschied leichter“, so Teetzen.
Dem angestrebten Erfolg haben die Mannschaft und er alles untergeordnet. „Wir haben vor dem letzten Saisonspiel genauso hart trainiert wie in den Monaten zuvor, sogar am gestrigen Feiertag“, versichert Teetzen, der darauf hinweist, dass es in der Mannschaft deswegen keinerlei Missstimmung gibt. „Einige Akteure haben 330 Trainingseinheiten und 30 Spiele in den Beinen. Diese Anstrengung soll nicht umsonst gewesen sein.“ Für Teetzen ist es wichtig, dass der angestrebte Klassenerhalt rechtzeitig und nicht erst am Saisonende erreicht wurde. „Das hat dann nochmals Reserven frei gesetzt.“
Anders als in der letzten Saison lief es im Spieljahr 2011/12 zu Hause besser.Während auswärts vor allem die Abwehr schwächelte, wurden daheim hervorragende Spiele absolviert. Das Inselteam konnte sich gegen den Ersten, Zweiten und Dritten der Liga durchsetzen, auch gegen den „Ortsrivalen“, den Stralsunder HV. „Wir wollen Stralsund hinter uns lassen und damit im Handball-Land Mecklenburg-Vorpommern drittstärkste Kraft bleiben“, so Teetzen. Dafür sei es aber auch am letzten Spieltag unbedingt nötig, sich der sehr guten Leistungen aus den bereits erwähnten Heimspielen zu erinnern, so der Coach.
Unmittelbar nachdem Spiel werden Jens-Peter Teetzen und Roman Bernhardt von der Vereinsführung verabschiedet. In der Halbzeitpause erfolgt die Ehrung der Nachwuchsmannschaften, die in der Meisterschaft Medaillenplätze erreicht haben. Nach der Begegnung wird der Publikumsliebling ausgezeichnet. Dann wird der „Club-100-Preis“ vergeben. Danach haben die Fans die Möglichkeit, bei der Versteigerung der Spielertrikots mitzubieten. Das alles soll bis zum Beginn des Finales der Champions League abgeschlossen sein. Bayern München und Chelsea können dann live in der Halle erlebt werden.

(von Ralf Edelstein, OZ 18.05.2012)


DREI FRAGEN AN...
Jens-Peter Teetzen, Trainer des Drittligisten HSV

1. Morgen steht das letzte Spiel dieser Saison an. Für Sie ist es die letzte Begegnung als Trainer des Drittligateams des HSV. Wie fühlen Sie sich?

Eigentlich so normal wie immer, nur mischt diesmal ein wenig Vorfreude auf die zukünftig ruhigere sportliche Tätigkeit mit. Die Belastung, die ich in den letzten fünf Jahre erfahren musste, endet am Samstag. Es war eine tolle Zeit, es hat viel Spaß gemacht. Es war aber auch eine schwere Saison.

2. Bleiben Sie dem HSV erhalten? Was werden Sie zukünftig machen?

Im Prinzip geht es nahtlos weiter. Ich konzentriere mich nun auf die Betreuung der C-Junioren der SG Vorpommern. Diese Mannschaft haben der HSV Insel Usedom und die HSG Greifswald gebildet. Auch das wird eine zeitintensive und umfangreiche Aufgabe. Immerhin trainieren wir viermal in der Woche, unter anderem mittwochs in Greifswald. Dazu kommen dann natürlich die Punktspiele. Einzig der Druck auf alle Beteiligten ist um ein vielfaches geringer.

3. Sind Sie mit dem was in der Saison erreicht wurde zufrieden?

Ich habe schon zu Saisonbeginn davon gesprochen, dass es nicht einfach wird. Platz zehn war unser Ziel. Mit einem Erfolg über Beckdorf könnten wir noch den Stralsunder HV überholen. Damit wären wir wie in den letzten Jahren die Nummer drei in Mecklenburg-Vorpommern. Vergleicht man unseren Kader und unsere Möglichkeiten mit denen von Stralsund, wäre das eine Riesenüberraschung.

(Interview: L. Petersen, OZ 18.05.2012)


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