HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Handballer starten in Ludwigsfelde ins Jahr 2018

In Ludwigsfelde gibt das direkte Duell um Tabellenplatz drei.

Die Handballer des HSV Insel Usedom und der SG Uni Greifswald/Loitz spielen gemeinsam in der Oberliga-Ostsee-Spree (4. Liga). Sie gehören damit zu den Teams, die die Region weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus vertreten. Ab morgen setzen die Handballer die Spiele der Saison 2017/18 fort. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit den Trainern Nico Heidenreich (HSV) und Alexander Einweg (SG) über die bisherigen Leistungen und die Aufgaben und Ziele für den Rest der Saison.

Mit welchen Vorgaben sind Sie und Ihre Mannschaften in diese Saison gegangen?

Nico Heidenreich: Die Situation war für uns nicht einfach. Die Spieler der Mannschaft und auch ich als ihr Trainer (ab Saisonbeginn im Amt - Anm.d.R.) mussten sich erst aneinander gewöhnen. Die Marschroute war aber klar. Wir wollten bis zur Halbserie ein ausgeglichenes Punktekonto haben, um dann zu schauen, was möglich ist.

Alexander Einweg: Wir sind als Aufsteiger in die Saison gegangen und von daher war und ist unser Ziel recht eindeutig formuliert worden - Verbleib in der Oberliga.

Beide Teams sind unterschiedlich ins "Laufen" gekommen - der HSV eher durchwachsen, die Spielgemeinschaft recht erfolgreich. Warum?

Heidenreich: Durch die Verletzungen von Patrick Glende und Dawid Nowomiejski kam die Mannschaft ein wenig aus dem Takt. Im ersten Spiel gegen Werder haben wir das noch sehr gut kompensiert. Dann kamen Spiele in Spandau, gegen Grünheide und in Loitz, wo wir weit unter unseren Möglichkeiten gespielt haben und noch die beiden Neuzugänge André Machel und Markus Deutsch integrieren mussten. Beim 25:26 in Stralsund haben wir dann das erste Ausrufezeichen gesetzt.

Einweg: Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und haben wirklich stark angefangen. Es gab drei Siege hintereinander, zwei recht knapp mit einem Tor Vorsprung und das Spiel gegen den HSV doch etwas deutlicher. Natürlich war auch etwas Glück dabei, doch aus diesen Resultaten heraus gab es in der Mannschaft auch reichlich Optimismus.

Bei beiden Teams gab es dann eine sportliche "Wende". Der HSV hat die letzten sieben Spiele nicht verloren, die SG ist nach den anfänglichen Erfolgen in Richtung Tabellenkeller abgerutscht. Wo liegen die Ursachen?

Heidenreich: Nach dem Spiel in Stralsund haben wir unser Selbstvertrauen endlich in die Hand genommen. Wir haben dann zwar, gerade zu Hause, nicht immer den besten Handball gespielt, es aber verstanden, als Mannschaft füreinander da zu sein und haben uns deshalb in der Folgezeit in einen kleinen Rausch gespielt.

Einweg: Den Knacks gab es, nachdem wir die Spiele gegen die Füchse und Stralsund deutlich verloren hatten. Das war zwar keine Schande, ließ uns aber feststellen, dass wir in der Realität angekommen waren. Leider litt dadurch auch unser Selbstvertrauen. Bestimmte Automatismen gingen verloren. Hinzu kam dann auch, dass wir gegen direkte Konkurrenten wie OSF Berlin und Doberan jeweils knapp verloren hatten. Das war für die Moral ebenfalls nicht dienlich.

Welches Spiel war für Sie und Ihr Team der bisherige sportliche Höhepunkt in der Saison?

Heidenreich: Es war nicht das 29:29-Remis beim Spitzenreiter in Berlin, was ohne Frage aber ein Hammer-Erlebnis war. Für mich war das Spiel eine Woche später, zu Hause gegen OSF Berlin, viel wichtiger für unsere weitere Entwicklung. Wir haben das ganze Spiel bestimmt und dem Gegner nie eine Chance gelassen. Damit haben wir es tatsächlich geschafft, dass wir im Jahr 2017 zu Hause ungeschlagen geblieben sind. Es war unsere beste Hinrundenleistung gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe.

Einweg: Das war das Spiel bei den Cottbusern, die vergangene Saison ja noch um den Aufstieg mitgespielt hatten. Wir haben eine tolle erste Halbzeit abgeliefert und sogar mit zehn Toren Vorsprung geführt. Da hatte die Mannschaft meine Forderungen und Aufgabenstellungen voll umgesetzt. Es wurde zwar noch knapp (28:27 - Anm.d.R.), doch wir hatten verdient gewonnen. Das war richtig schön.

Wird es noch personelle Veränderungen in Ihren Teams geben?

Heidenreich: Geplant sind erst mal keine weiteren Verpflichtungen. Es sei denn, Spieler fallen durch Verletzungen langfristig aus, dann werden wir sicher reagieren.

Einweg: Nein. Wir sind gut aufgestellt. Zudem haben wir mit den beiden 17-Jährigen, Tim Stubbe und Niklas Henk, gute Nachwuchsspieler in unseren Reihen. Beide hatten auch schon Einsatzzeiten und haben gezeigt, dass sie durchaus in dieser Liga mitspielen können.

Morgen muss der HSV beim Ludwigsfelder HC antreten, die SG spielt daheim gegen den VfV Spandau - mit welchen Zielstellungen?

Heidenreich: Eine schwere Aufgabe gleich zum Start in das neue Jahr. Ludwigsfelde ist punktgleich mit uns, das heißt, es wird das Spiel um den vorläufigen dritten Platz. Wir wollen natürlich an unsere letzten Leistungen anknüpfen und in Ludwigsfelde gewinnen, auch wenn das nicht einfach wird. Bis auf die Langzeitverletzten können wir in Bestbesetzung auflaufen.

Einweg: Spandau ist, wie in der Tabelle ersichtlich, einer unserer direkten Konkurrenten. Wir wollen auch nach dieser Partie vor den Berlinern stehen. In der Vorbereitung haben wir speziell taktische Varianten geübt, um gleichermaßen im Angriff und in der Abwehr bestehen zu können. Wir können in Bestbesetzung spielen und werden alles tun, um die zwei Punkte in der Loitzer Sporthalle zu behalten.

 

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