HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

HSV erkämpft knappen Derby-Sieg

Dariusz Zajac erzielte in der Schlussphase wichtige Treffer für den HSV

In der Handball-Oberliga Ostsee-Spree gewann der HSV Insel Usedom gegen den Bad Doberaner SV mit 29:28 (14:17). Von einem verdienten Sieg wollte aus dem Lager des HSV nach dem Derby niemand reden. 41 Minuten liefen die Usedomer ständig einem Rückstand hinterher.

„Das einzig Positive war der Sieg“, sagt HSV-Trainer Nico Heidenreich. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich überhaupt nicht einverstanden. Das war deutlich zu wenig. Besonders die Abwehr stand nicht wie gewohnt. 17 Gegentore schon zur Halbzeit sind zu viel“, ärgerte sich der Coach auf der Pressekonferenz.

Zu dieser war Gäste-Trainer Lars Rabenhorst erst gar nicht erschienen. Zu „angefressen“ war er darüber, dass sein Team das Spiel in den letzten Minuten noch aus der Hand gegeben hatte. Er ließ sich vom verletzt auf der Bank sitzenden Torhüter Sebastian Prothmann vertreten. „Natürlich ist es nicht schön, das Spiel nach so einer engagierten Leistung am Ende noch zu verlieren. Wir müssen jetzt einfach weitermachen und unsere Punkte woanders holen. Die Roten Karten gegen Sebastian Voigt und Matthias Jahn haben da ganz sicher auch eine Rolle gespielt. Da fehlten uns am Ende die Alternativen“, sagt Prothmann.

Für den HSV begann das Spiel eigentlich nach Plan. Marcus Deutsch und Ben Teetzen warfen ein schnelles 2:0 heraus. Doberan glich allerdings genauso schnell aus. Dann häuften sich die Fehler im Usedomer Spiel. Die Mannschaft wirkte streckenweise fahrig. Doberan lag erstmals vorn nach 14 Minuten (8:7). Diese Führung gaben die Gäste lange Zeit auch nicht mehr ab. Sie bauten sie zwischenzeitlich auf drei Tore aus.

Heidenreich wollte durch eine Auszeit sein Team neu ordnen, doch auch das gelang nicht. Zu den ungenügenden Leistung gesellten sich auch noch „Dummheiten“ wie der Torwart-Rempler von Christopher Neidel, der mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet wurde. So ging es mit einem 14:17-Rückstand für den HSV in die Pause.

„Wir haben einfach nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagt Aufbauspieler Gordon Wicht. „Das war zu nachlässig.“ Direkt nach dem Seitenwechsel kam der HSV mit neuem Elan aus der Kabine und verkürzte schnell auf 16:17. Doch das bisher gezeigte Muster kehrte fortan zurück und ließ wieder nur den Gegner erstarken. Erneut zog Doberan mit drei Toren davon. Als Michal Statkiewicz mit dem 21:22 sein Team erneut heranbrachte, witterten die Fans in der Pommernhalle Morgenluft. Doch zunächst wurden sie wieder enttäuscht. Dem HSV fehlte der richtige Biss. Bis zur 53. Minute, denn dann drehte Dariusz Zajac auf.

Der Pole hatte bis dahin auf der Bank geschmort. Mit seinem Tor zum 24:25 eröffnete er den Schlussspurt des HSV und legte selbst noch vier Mal nach. Jetzt hatte die „Pommernhölle“ ihre spannende Endphase und niemanden hielt es mehr auf den Sitzen. Als Christopher Neidel knappe zwei Minuten vor dem Ende erneut eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, schien es noch einmal eng zu werden. Doch nach dem Treffer zum 29:27, knapp eine Minute vor dem Abpfiff, von Gordon Wicht, der von keinem „so richtig verdientem Erfolg“ sprach, wurde es richtig laut. Das anschließende 28:29 der Doberaner war nur noch Ergebniskosmetik. „So schön der Punktgewinn auch ist, im nächsten Heimspiel gegen Altlandsberg müssen wir uns steigern. Das sind wir auch unserem Publikum schuldig“, fasst Trainer Nico Heidenreich zusammen.

HSV: Krynski, Antczak - Loof 1/1, Zajac 5/2, Teetzen 2, Witt, Wicht 2, Deutsch 8, Machel, Kellermann, Statkiewicz 7, Dübener 2, Neidel 2.

Strafminuten: HSV 6, Doberan 14.
Strafwürfe: HSV 3/6, Doberan 5/5.

 

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