HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Insulaner ringen den Spitzenreiter Cottbus nieder

Riesiger Jubel in der Pommernhalle nach dem Heimsieg gegen Cottbus

HSV Insel Usedom – LHC Cottbus 28:25 (13:14)

Wahnsinnsstimmung in der Ahlbecker Pommernhalle. Im Duell der Ostsee-Spree-Oberliga zwischen dem Tabellenvierten HSV Insel Usedom und Tabellenführer LHC Cottbus ging es hoch her. Am Ende hatten die Usedomer mit 28:25 das bessere Ende für sich. Besonders die Schlussphase hatte es in sich. Lange Zeit war das Spiel sehr ausgeglichen, doch ab der 50. Minute nahm der „Wahnsinn seinen Lauf“. Weder die Usedomer Fans, noch die doch sehr zahlreich mitgereisten Cottbusser hielt es noch auf den Sitzen. Mit dem 21:21 sorgte Alex Leow, der diesmal vom Punkt sehr sicher war,  per Siebenmeter für den Ausgleich. Ein Doppelpack von Glende brachte anschließend die 23:21 Führung. „Es war heute ein sehr kampfbetontes Spiel. Mit gutem Handball hatte das in der Endphase wenig zu tun. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und am Ende haben wir verdient gewonnen“, gab der Rückraumspieler später zu Protokoll.

Cottbus kam durch einen Strafwurf schnell wieder heran. Christopher Neidel und Michal Statkiewicz erhöhten jedoch postwendend auf 25:22. Im Anschluss verwarfen die Gäste ihren ersten Siebenmeter an diesem Tage und Marcus Meier holte sich seine dritte 2-Minuten-Strafe ab. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Alexander Leow erhöhte per Siebenmeter auf 26:23, musste postwendend aber auch eine 2-Minutenstrafe hinnehmen. Cottbus erzielte das 26:23, und verlor kurz darauf aufgrund der dritten 2-Minuten-Strafe für Nick Widera den nächsten Leistungsträger. Michal Statkiewicz scheiterte beim Angriffsversuch, im Gegenzug kam der LHC per 7-Meter auf 26:24 heran und Christopher Neidel musste mit einer 2-Minuten-Strafe vom Feld. Viele der 700 Zuschauer hielt es kaum noch auf den Sitzen. „Das war ein typisches Kampfspiel. Nicht unbedingt ein tolles Spiel, dafür gab es zu viele technische Fehler. Ich bin jetzt schon 4 Jahre hier und habe bisher kaum ein schlechtes Wort über die Schiedsrichter verloren. Heute muss es aber einmal sein. Da wurde heute viel zu viel abgepfiffen. Die Jungs konnten gar nicht richtig spielen. Ständig wurde die Partie unterbrochen“, machte sich HSV-Trainer Piotr Frelek nach der Partie Luft.

In den letzten 3 Minuten wurde es dann noch einmal richtig turbulent. Hektik und Kampf bestimmten das Spiel. Alexander Leow traf zum 27:24 und plötzlich war auch HSV-Torhüter Lech Krynski voll da. Er agierte bis dahin nicht immer glücklich, war in der Schlussphase aber maßgeblich am Erfolg beteiligt. HSV-Trainer Frelek reagierte 3 Minuten vor dem Ende noch einmal, nahm eine Auszeit und schwor seine Mannschaft auf die letzten Spielminuten ein. Den nächsten Angriff pfiffen die Schiedsrichter allerdings zurück, im Gegenzug hielt Krynski seinen Kasten aber wieder sauber. Der anschliessende Angriff des HSV konnte erneut nicht abgeschlossen werden. Die Unparteiischen entschieden auf Zeitspiel.  Doch auch Cottbus fand jetzt kein Mittel mehr gegen die Usedomer Abwehr. Plötzlich tauchte Patrick Glende frei vor LHC Keeper Florian Berndt auf und hätte den Sieg sichern können. Ex-HSVer Berndt konnte jedoch parieren, genauso wie erneut sein Gegenüber Krynski. Mit dem 28:25 im letzten Angriff setzte Gordon Wicht dem Treiben ein Ende und sicherte den Sieg in einem intensiven, hart umkämpften Spiel.

„1 oder 2 Punkte hätte ich mir heute schon gewünscht. Das war heute auch drin. Wir sind leider ein wenig gehandicapt hierhergekommen. Wir wussten vorher, dass es ein schweres Spiel wird. Beide Mannschaften haben es spannend gemacht und den Zuschauern ordentlich was geboten.“, meinte LHC-Trainer Marcel Linge nach der Partie.

Aufstellung HSV: Krynski, Fornal- Nowomiejski, Glende 3, Loof, Teetzen 3, Leow 8/5, Wicht 5, Biernacki, Statkiewicz 4, Dübener 1, Neidel 4, Witt
Siebenmeter HSV: 6/5 LHC: 7/6
Strafminuten HSV: 16 LHC: 16

Stimmen zum Spiel

Christoph Dübener (HSV): „Wir haben heute verdient gewonnen. Das war eine kämpferisch erstklassige Partie unserer Mannschaft. Von Anfang bis Ende waren wir voll da.“

Glenn Nietzel (LHC): „Gute Stimmung in der Halle. Ein Publikum, das seine Mannschaft ordentlich antreibt. Es war genauso wie wir es vorher erwartet haben. Natürlich hätten wir hier gern etwas mitgenommen. Das hat leider nicht geklappt. Jetzt müssen wir uns auf die nächste Spiele konzentrieren.

 

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