HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Insulaner verabschieden sich mit einem Handballfest

Patryk Biernacki und Trainer Piotr Frelek verlassen den HSV Insel Usedom in Richtung Pogon Stettin

HSV Insel Usedom – Ludwigsfelder HC 30:27 (14:14)

Im letzten Saisonspiel der Ostsee-Spree-Oberliga erlebte das Handballpublikum in der Ahlbecker Pommernhalle noch einmal tolle Stimmung von den Rängen. Neben den vielen HSV-Fans sorgten auch die zahlreich mitgereisten Ludwigsfelder Fans für eine ohrenbetäubende, aber immer faire, Atmosphäre. Trotz einer kleinen Schwächephase in der ersten Halbzeit hatte der HSV Insel Usedom am Ende das bessere Ende für sich.

Bevor das eigentliche Spiel aber beginnen konnte, standen wie in jedem letzten Heimspiel jede Menge Ehrungen auf dem Plan. Unter großem Applaus wurden die ehrenamtlichen Helfer des Vereins gewürdigt und auch die D-Jugend der SG Vorpommern, die mit 32:0 Punkten ungeschlagen Bezirksmeister wurde bekam ihren verdienten Applaus. Allerdings folgten dann auch zwei Verabschiedungen. Neben dem scheidenden Trainer Piotr Frelek wird auch Rückraumspieler Patryk Biernacki in der nächsten Saison nicht mehr für den HSV auflaufen. Er kehrt genau wie Frelek zu seinem Heimatverein nach Stettin zurück. „Wir wünschen Beiden viel Erfolg bei den neuen Herausforderungen und möchten uns besonders bei Piotr für das bedanken, was er in den letzten Jahren für den Verein getan hat. Stettin ist ja nicht so weit weg, da werden sich unsere Wege sicher immer wieder mal kreuzen“, so Geschäftsführer Nico Scheer.  

Mit Spielbeginn erwischten die Gäste zunächst den besseren Start und gingen mit 1:0 in Führung. Die Insulaner waren jedoch sofort präsent und drehten die Partie durch Patrick Glende und Ben Teetzen. Einmal konnten die Gäste noch ausgleichen, doch dann rollte die „HSV-Maschine“. Durch Tore von Glende, Neidel und Dübener zogen die Usedomer auf 8:4 davon. LHC-Trainer Michael Jantzen reagierte mit einer Auszeit und aus dieser kam sein Team verbessert zurück. Ludwigsfelde holte auf. Das zwischenzeitliche Fehlen von Patrick Glende, der am Feldrand behandelt wurde machte sich vor allem in der Abwehr bemerkbar. Ludwigsfelde holte auf und konnte mit dem 13:12 sogar die Führung zurück erobern.  Mit dem Pausenpfiff konnte Glende jedoch per Siebenmeter noch zum 14:14 ausgleichen.

Die anschließende Pause tat dem HSV gut. Gleich nach dem Seitenwechsel gelang die 15:14 Führung durch Statkiewicz, Gordon Wicht legte nach zum 16:14. Ludwigsfelde blieb zunächst dran aber die Usedomer schwammen jetzt auf einer Erfolgswelle. Besonders Patrick Biernacki zeigte jetzt, dass er sich in seinem letzten Spiel gut vom Usedomer Publikum verabschieden wollte. Jetzt lief es richtig rund beim HSV. Patrick Glende traf sogar in doppelter Unterzahl zum 27:24 sechs Minuten vor dem Ende. 2 Minuten vor dem Ende hatten sich die Gäste noch einmal auf 2 Tore herangekämpft. Die Halle stand jetzt Kopf. Mit dem 28:25 sorgte Christoph Dübener aber wieder für die nötige Sicherheit. „Der HSV hat verdient gewonnen. Es hat riesigen Spaß gemacht vor dieser tollen Kulisse. Ich kann mich nur bei Mannschaft und Fans für diese tolle Saison bedanken. Unser dritter Platz ist ein super Saisonabschluß. Auch heute hat sich die Mannschaft immer wieder herangekämpft und den Willen gezeigt. Am Ende hats nicht ganz gereicht“ fasste LHC-Trainer Michael Jantzen zusammen.

Aufstellung: Krynski, Fornal- Biernacki 4, Glende  9/4, Loof, Teetzen 3, Witt, Wicht 2, Statkiewicz 3, Dübener 4, Neidel 5
Strafwürfe HSV: 4/4 LHC: 7/7
Strafminuten HSV:12 LHC: 4

Lech Krynski ist Publikumsliebling

Nach dem hervorragenden Abschlussspiel der Saison 2016/17 wurde der Publikumsliebling der HSV-Fans geehrt. Torwart Lech Krynski steht in der Gunst der Zuschauer ganz oben. Er erhielt den Pokal der OSTSEE-ZEITUNG. Während Krynski seinen Vertrag bis 2021 verlängert hat, verlassen sein Landsmann Patryk Biernacki und Trainer Piotr Frelek den HSV Insel Usedom in Richtung Pogon Stettin.

Neue Aufgabe für Piotr Frelek: Pogon Stettin

Piotr, Ihre Zeit beim HSV endet. Was war Ihr schönster sportlicher Moment mit dem Team? 

Das war ganz klar der Aufstieg in die 3. Liga. Auch wenn wir dort nicht unbedingt überzeugt haben, konnten wir wichtige Erfahrungen sammeln. Für einige Spieler und auch für mich als Trainer war das ja absolutes Neuland.

Wie schätzen Sie den Verlauf der aktuellen Saison ein?

Es ist schwierig, wenn man immer wieder neue Leute einbauen muss. Das hat man besonders am Anfang der Saison gesehen. Vor allem die knappen Niederlagen haben wehgetan. Mit der Zeit ist die Mannschaft dann richtig zusammengewachsen. Sie hat eine tolle Rückrunde gespielt.

Sie werden Trainer des polnischen Erstligisten Pogon Stettin?

Ja, das stimmt. Ich habe dieses Angebot bekommen und angenommen, als sich herauskristallisiert hat, dass es hier auf Usedom nicht weitergeht. Wir werden aber weiter in Kontakt bleiben. Vielleicht wird auch der eine oder andere Stettiner Spieler wieder beim HSV Spielpraxis sammeln können.

 

 

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