HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Krönung einer fast perfekten Hinrunde

Christoph Dübener kommt frei zum Wurf am Kreis.

Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 32:24-Erfolg über den OSF Berlin verabschiedeten sich die Oberliga-Handballer des HSV Insel Usedom für das Jahr 2017 von ihren Fans. Da auch der Ludwigsfelder HC (3.) sein Spiel beim Grünheider SV mit 27:24 gewonnen hat, bleiben die Usedomer auf Rang vier in der Tabelle. Die Füchse Berlin II gewannen beim Stralsunder HV mit 26:25 und behaupteten die Spitze.

In Ahlbeck fanden die Berliner zu keiner Zeit ein Mittel, um dem HSV Paroli bieten zu können. OSF- Trainer Nick Poethke zollte Anerkennung: "Usedom hat uns schon zeitig den Schneid abgekauft. Bei uns hat überhaupt nichts funktioniert. Wir hätten noch bis morgen spielen können, und es hätte sich trotzdem nichts an der Situation geändert."

Mit Spielbeginn war zu erkennen, dass sich die Usedomer eine Menge vorgenommen hatten. Gordon Wicht eröffnete den Torreigen nach gut zwei Minuten. Der Aufbauspieler führte erneut klug Regie und machte mit einigen schönen Abschlüssen aus der zweiten Reihe auf sich aufmerksam. Auch bei den Strafwürfen bewahrte er die Übersicht. Bis auf den letzten Versuch, der am Pfosten landete, fanden die Bälle den Weg ins Netz.

Die Gäste glichen zwar zum 1:1 aus, doch dann rollte der HSV-Express. Alexander Leow, Dariusz Zajac und Wicht bauten den Spielstand aus. Als der junge Sidney Loof zum 6:2 traf, sah sich Poethke schon nach neun Minuten gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Davon ließen sich die Usedomer jedoch nur ganz kurz beeindrucken - die Berliner kamen auf 8:11 heran. Das sollte für den Rest der Spielzeit dann aber auch der knappste Zwischenstand bleiben. Großen Anteil daran hatte erneut Torhüter Lech Krynski, der vier Strafwürfe parierte. Später machte er Platz für das junge Torhütertalent Erik Küster, der sich auch mit guten Paraden auszeichnete.

HSV-Trainer Nico Heidenreich sprach vom besten Heimspiel 2017. "Die Jungs haben alles gegeben und super gekämpft. Das war ein souveräner Auftritt. Mit diesem Erfolg haben wir den Punkt aus Berlin (29:29 bei den Füchsen/ Anm.d.R.) vergoldet." Durch Stralsunds Niederlage sind die Ränge zwei bis vier enger zusammengerückt. "Das ist natürlich eine hervorragende Situation zum Jahreswechsel. Auch wenn wir zum Anfang der Saison ein paar Probleme hatten, haben wir eine fast perfekte Hinrunde gespielt. Darauf sind wir stolz", sagte Heidenreich.

Wie gut die HSV-Mannschaft mittlerweile harmoniert, lässt sich auch daran erkennen, dass es nach personellen Wechseln keinen Leistungsabfall gab. So ersetzte zum Beispiel Christoph Dübener kurz vor dem Seitenwechsel Kreisläufer Dawid Nowomiejski und traf direkt zweimal in Folge. Mit einem beruhigenden 18:9 ging es in die Pause. Der HSV spielte zunächst genauso konzentriert weiter. Berlin versuchte es zwischenzeitlich sogar mit Manndeckungen gegen Wicht und Deutsch. Das war aber nur kurzzeitig erfolgreich.

Die OSF-Spieler schienen zwar bemüht, waren aber teilweise nicht richtig bei der Sache. Bezeichnend dafür ist die Szene, als sich die gesamte Berliner Hintermannschaft miteinander "unterhielt" und Loof die Chance nutzte und die ganze gegnerische Hälfte ungehindert durchlief. Er tauchte völlig frei vor OSF-Keeper Petersen auf, der in dieser Situation völlig chancenlos war. "Das war ein schöner Erfolg, genau zur richtigen Zeit. So war dann die abendliche Weihnachtsfeier auch ein voller Erfolg", freute sich Nico Heidenreich.

HSV: Krynski, Küster, Antczak - Nowomiejski 1, Loof 7/1, Zajac 5, Teetzen, Leow 4, Wicht 7/4, Deutsch 2, Machel, Statkiewicz 3, Dübener 3, Neidel.
OSF: Castillo, Petersen - Wald 6/2, Bartels 2, Kohrs 1/1, Schnabel 3, Buchholz 1, Fink 1, Wessel, Stark, Weber 2, Wieschollek 7, von Rumohr, Werner 1.

Siebenmeter: HSV 6/5, OSF 7/3.
Strafminuten: HSV 4, OSF 12.

 

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