HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Mit viel Mühe zum Erfolg

Sidney Loof war mit 7 Treffern bester HSV-Torschütze

Handball-Viertligist HSV Insel Usedom hat das fünfte Spiel hintereinander gewonnen. Am Sonnabendabend bezwangen sie den VfL Tegel mit 29:25. Damit sind die Usedomer (13:7 Punkte) jetzt hinter den Füchsen Berlin II (20:0) und dem Stralsunder HV (16:4) Tabellendritter. Doch die Mannschaft von Trainer Nico Heidenreich musste sich für diesen Erfolg über den Tabellenvorletzten ordentlich ins Zeug legen.

Obwohl in Ahlbeck gleichzeitig Karneval gefeiert wurde, waren gut 400 Fans in die Pommernhalle gekommen. Und die kamen anfangs aus dem Staunen nicht heraus. Die Berliner führten nach sechs Minuten mit 4:0! "Wir sind schlecht in die Partie gekommen. Da hat überhaupt nichts funktioniert. Erst mit der Zeit wurde es etwas besser", berichtete Torben Wendt, der aufgrund der Ausfälle von Alexander Leow (Arbeit) und Christopher Neidel (Achillessehne) reaktiviert wurde und dabei gute 50 Minuten auf der Platte stand. "Mit so viel Spielanteilen habe ich nicht gerechnet, zumal ich auch nicht mehr regelmäßig trainiere. Das hat ganz schön geschlaucht", sagt der Rechtsaußen.

Schon nach neun Minuten (Zwischenstand 1:6) sah sich Heidenreich gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Nach einigen personellen Umstellungen lief es dann besser. Der junge Sidney Loof (A-Jugend) erzielte mit zwei Toren in Folge das 3:6. Mit dem 6:7 (21.) durch Dariusz Zajac war der HSV wieder dran. Mehr ging zunächst aber nicht. Noch konnte der Bock nicht umgestoßen werden. "Tegel war gut eingestellt und ist hier bei uns sehr couragiert aufgetreten", sagte Heidenreich. "Wir tun uns gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel allgemein immer etwas schwer." Offensichtlich habe wohl die Einstellung zum Spiel gefehlt. "Nach der Auszeit sind wir besser in die Partie gekommen und haben den Kampf angenommen", resümierte der HSV-Coach.

Noch allerdings behaupteten die Berliner ihre Führung. Denn auch die Sieben-Meter-Quote haute beim HSV diesmal nicht hin. Von drei Versuchen in der ersten Spielhälfte wurde nur einer durch Loof verwandelt. Der VfL machte das aber auch nicht besser - beide Strafwürfe wurden von HSV-Keeper Lech Krynski gehalten. Der Pole erwies sich abermals in einigen Situationen als sicherer Rückhalt. Mit einem 10:12-Rückstand für den HSV wurden die Seiten gewechselt.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte lief es besser für den HSV. Ein paar Minuten dauerte es allerdings, bis Zajac den 14:14-Ausgleich (35.) schaffte. Doch die Tegeler gaben noch lange nicht auf. Sie holten sich die Führung zurück. Jetzt entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel. Kein Team konnte sich richtig absetzen. In der 45. Minute gelang den Gästen dann aber die letzte Führung des Spiels. Die Einheimischen setzten mit dem Ausgleich zum 21:21 (47.) durch Gordon Wicht zum Schlussspurt an. Während der Zwei-Minuten-Strafe gegen den nach längerer Verletzungspause zurückgekehrten Dawid Nowomiejski glichen die Tegeler ein letztes Mal aus. Wicht und Zajac sorgten dann aber für einen Zwei-Tore-Vorsprung, der kurz vor dem Ende der Partie noch weiter ausgebaut wurde.

"Es war schon beeindruckend, wie kraftvoll die Usedomer Spieler agiert haben, wie gut ihre Athletik ist", lobte Gäste-Trainer Denis Niehusen. "Das war am Ende auch der Usedomer Vorteil. Bei uns hat dann ein wenig die Konzentration gefehlt. Die Kulisse in der Halle ist beeindruckend. Die Stimmung war toll, und es macht Spaß, vor so einem Publikum zu spielen", fasste Niehusen das Spiel auf der anschließenden Pressekonferenz zusammen. "Die Fans haben uns geholfen, das Spiel zu drehen. Die Stimmung war wirklich gut. Am Ende fällt das Ergebnis vielleicht ein wenig zu hoch aus. Tegel hat hier eine couragierte Leistung abgeliefert", so Heidenreich.

HSV Insel Usedom: Krynski, Antczak - Nowomiejski 2, Loof 7/1, Zajac 4/1, Teetzen, Witt, Wendt 1, Wicht 5, Deutsch 4, Machel 1, Kellermann, Statkiewicz 1, Dübener 4.
Strafminuten: HSV 8, VfL 10.
Strafwürfe: HSV 4/2, VfL 2/0.

 

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