HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Piotr Frelek in der kommenden Saison nicht mehr HSV-Coach

Piotr Frelek steht gegen Ludwigsfelde das letzte Mal beim HSV an der Seitenlinie

Der Handball-Viertligist HSV Insel Usedom und sein Trainer Piotr Frelek, der noch bis zum 30. Juni 2017 beim Inselverein unter Vertrag steht, gehen danach getrennte Wege. Dies teilte HSV-Geschäftsführer Nico Scheer gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG mit.

"Das Ganze geschieht ohne Misstöne", sagt Scheer. "Es ist einfach so, dass Piotr sich privat verändert. Er zieht nach Stettin. Für uns heißt das aber, dass bestimmte Aufgaben im Verein dann nicht mehr in dem notwendigen Umfang sichergestellt werden können." Die Vorstellungen über die Betreuung der HSV-Teams als Cheftrainer gehen laut Scheer zwischen der Geschäftsführung und Frelek auseinander. "Im Interesse des Vereins haben wir uns darauf geeinigt, einen neuen Verantwortlichen einzusetzen", sagt Scheer.

Der zweite Geschäftsführer Nico Heidenreich wird den Posten des Cheftrainers übernehmen. Der 30-Jährige ist seit seinem 16. Lebensjahr beim HSV Insel Usedom bzw. dem Vorgänger-Verein aktiv. Er ist Vereinssportlehrer und Inhaber der C-Lizenz. In den zurückliegenden Jahren hat Heidenreich unter anderem das HSV-Frauenteam, die zweite Mannschaft und Nachwuchsteams gecoacht.

Morgen Abend (Anpfiff 18 Uhr) steht jedoch noch Piotr Frelek an der Seite des HSV-Teams, das im letzten Spiel der Saison gegen den Tabellendritten, den Ludwigsfelder HC, spielt. Noch-Geschäftsführer Nico Heidenreich verspricht den Fans einen "angemessenen Saisonabschluss". So wird es Freibier und Musik für die Fans geben. "Die D-Jugend der SG Vorpommern wird zudem als Meister der Bezirksliga vor dem Spiel geehrt, ebenso wie der Publikumsliebling unserer Zuschauer", sagt Heidenreich.

Er weiß, "dass die Mannschaft mit Sicherheit noch einmal zwei Punkte anstrebt". Er geht aber auch davon aus, dass diese Partie "ein Spiel um die goldene Ananas ist", denn Auswirkungen auf die Tabelle wird es nicht geben.

Heidenreich: "Ich werde Grenzen setzen müssen"

Sie kennen die Mannschaft seit vielen Jahren. Ist es ein Problem, gleichaltrige Spieler zu trainieren?

Nico Heidenreich: Nein. Aber selbstverständlich werde ich Grenzen setzen müssen. Es geht dann vor allem darum, mir die notwendige Autorität zu erarbeiten, aber auch zu verlangen. 

Was macht der neue HSV-Trainer anders als der alte?

Es wird für mich sicherlich nicht einfach, da es meine erste Station als Cheftrainer sein wird. Zum einen muss ich natürlich meinen Trainerschein erweitern und zum anderen noch näher an die Spieler heranrücken. Bei meiner Konsultation beim SC Magdeburg habe ich einige Trainingsformen und Spielvorbereitungen beobachtet. Die will ich auch bei uns etablieren.

Wie hat die Mannschaft auf Ihre Berufung reagiert?

Sie hat es am Dienstagabend erfahren. Wir müssen jetzt abwarten. Mit dem fünften Platz in dieser Saison ist ein gutes Fundament gelegt. Darauf wollen wir gemeinsam aufbauen.

 

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