HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Viele Chancen bleiben ungenutzt

André Machel hatte sehr Arbeit am Kreis

Im zweiten Saisonheimspiel in der Ostsee-Spree-Oberliga mussten sich die Handballer des HSV Insel Usedom mit einem Punkt begnügen. Die Partie gegen den Grünheider SV endete 25:25 (12:14). Verdient oder nicht verdient? Die Trainer beider Mannschaften sahen das recht unterschiedlich. „Usedom ist zu Hause eine Macht“, sagte Gästetrainer Uwe Schwiderski. „Wir hatten sie am Rande einer Niederlage. Am Ende sind wir aber mit diesem Punkt sehr zufrieden.“ Schwiderskis Team lieferte eine gutes Spiel ab und musste erst in der 56. Minute erstmals einen Rückstand hinnehmen.

Usedoms Trainer Nico Heidenreich war „sehr froh über den einen Punkt. So hatten wir uns das Spiel nicht vorgestellt. Wir haben viel zu viele gute Gelegenheiten ausgelassen. Immer wenn wir die Chance hatten, in Führung zu gehen, haben wir die falschen Entscheidungen getroffen.“ Der Usedomer Coach war aber auch unzufrieden mit den Schiedsrichtern: „Sie haben mit vielen fragwürdigen Pfiffen das Spiel auf beiden Seiten kaputtgemacht und den Spielfluss immer wieder unterbunden."

Von Beginn an legte Grünheide vor. Auf Usedomer Seite traf nur Dariusz Zajac und das bis zum Stand von 4:6 viermal am Stück. Viel zu ausrechenbar war das Usedomer Spiel in der Anfangsphase. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich Grünheide immer weiter ab. Zwischenzeitlich betrug der Abstand vier Tore. Kurz vor der Pause fand der HSV jedoch wieder in die Partie und arbeitete sich Stück für Stück heran. Allerdings schwächte man sich mit einigen Zwei-Minuten-Strafen oft selbst. Gut, dass Sidney Loof in der 28. Minute sogar in doppelter Unterzahl zum 11:13 getroffen hatte. So blieb der HSV dran und verkürzte auf einen Zwei-Tore-Rückstand zur Pause.

Heidenreichs Ansprache in der Kabine schien Wirkung zu zeigen. Alexander Leow traf zum 13:14. André Machel, der am Kreis ein gutes Spiel ablieferte, glich kurz danach aus. Doch immer wieder standen sich die Usedomer selbst im Weg. Aussichtsreiche Möglichkeiten wurden vergeben und Grünheide ging dadurch immer wieder in Führung. „Wir haben es nicht verstanden, das Spiel zu drehen, obwohl wir uns durch einige Paraden von Torhüter Mateusz Fornal gute Konterchancen erarbeitet hatten“, sagte Heidenreich. Stammtorhüter Lech Krynski hatte sich im Abschlusstraining verletzt und saß angeschlagen auf der Bank.

Die spannende Schlussphase dieser eigentlich nicht unfairen Partie war geprägt von vielen Zeitstrafen und Siebenmeter-Pfiffen. Ein flüssiges Spiel kam, wie von Heidenreich kritisiert, kaum zustande. Dennoch erzielte der HSV in der 56. Minute mit dem 25:24 durch Leow die erste Führung. Eine halbe Minute später musste Leow jedoch eine Zweiminutenstrafe hinnehmen und die Gäste glichen zum 25:25-Endstand aus.

Das nächste Heimspiel des HSV Insel Usedom findet erst am 28. Oktober gegen den Doberaner SV statt. Die Usedomer treten jetzt dreimal in Folge auswärts an.

HSV: Fornal, Krynski - Loof 3, Zajac 10/6, Wendt, Witt, Leow 4, Wicht 3, Deutsch, Machel 2, Kellermann, Statkiewicz 2, Dübener, Neidel 1.
Strafwürfe: HSV 6/6, Grünheide 7/6.
Strafminuten: HSV 14, Grünheide 8.

 

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