HSV Insel Usedom: Weil Du das Spiel liebst!

Krynski hält in Grünheide fünf Strafwürfe

Torwart Lech Krynski lief in Grünheide zur Topform auf

Die Handballpartie zwischen dem Tabellenzwölften, dem Grünheider SV, und dem Dritten der Oberliga-Ostsee-Spree, dem HSV Insel Usedom, endete 26:23 für die Vorpommern. Dieses Spiel hatte aber einen Akteur, der leistungstechnisch alle anderen noch überragte: HSV-Keeper Lech Krynski.

"Das war wieder eine beeindruckende Serie, die Lech gezeigt hat", freute sich HSV-Trainer Nico Heidenreich. Allein die Tatsache, dass der Pole fünf Siebenmeter entschärfte, spricht für seine super Leistung. "Er hat es sich wohl zu Herzen genommen, dass ich ihn nach dem Spiel gegen Spandau ganz leicht kritisiert hatte", sagte Heidenreich und schmunzelte dabei, denn "es waren Kleinigkeiten, die ich damals zu bemängeln hatte. Auf Lech ist eigentlich immer Verlass, er wollte aber bestimmt nicht wieder kritisiert werden", fügte der HSV-Coach lachend hinzu. Jedoch musste Krynski etwa eine Viertelstunde vor Ende der Partie ausgewechselt werden. "Er hatte Schmerzen im Rückenbereich, die bis in die Hand ziehen", informiert Heidenreich, der hofft, "dass es nicht allzu schlimm sein wird."

Neben den Siebenmeter-Aktionen glänzte Krynski auch im Spiel. Mehrmals verhinderte er Treffer der Grünheider. "Ihm wurde es aber auch relativ leicht gemacht", lobte Heidenreich dann auch den "Rest" der Mannschaft. "Die Abwehr wurde nach anfänglichen Problemen immer besser und half damit natürlich auch dem Torwart."

Die Usedomer haben in ihrem 16. Saisonspiel den zehnten Sieg eingefahren. Allerdings täuscht das relativ knappe 26:23 über den wahren Spielverlauf hinweg. Durch drei unmittelbar aufeinanderfolgende Zeitstrafen - davon zwei gleichzeitig - war es den Gastgebern in der Schlussphase des Spiels gelungen, wieder bis auf drei Tore an den HSV heranzukommen. Zwischenzeitlich hatten die Vorpommern mehrmals einen Sieben-Tore-Vorsprung herausgeworfen. "In keiner Phase des Spiels gab es ernsthaft die Gefahr, dass Grünheide uns den Sieg wegschnappt", sagte Heidenreich. Allerdings kritisierte der Coach das Verhalten seiner Mannschaft in den ersten drei Minuten des Spiels. "Wir lagen nach vier Minuten mit 1:3 zurück und das hatte meinen Plan etwas in Frage gestellt", so Heidenreich. Der HSV-Trainer, der das auch mit der Mannschaft besprochen hatte, wollte durch eine sichere Abwehrarbeit nicht mehr als 20 Tore kassieren. "Doch recht schnell war dann wieder alles im Lot", meinte Heidenreich.

Es gelang dem HSV in jeder Halbzeit für jeweils gut zehn Minuten entscheidenden Druck zu machen und sich vom Gegner abzusetzen. Nach dem 8:8 (20.) enteilten die Usedomer bis zum Pausenpfiff auf 14:10. Beim Stand von 18:14 (42.) drehten der HSV wieder auf und führte in der 54. Minute mit 25:18. Zwischenzeitlich hatte es die oben genannten Zeitstrafen (39., 40. und 42. Minute) gegeben. "Doch auch in doppelter Unterzahl hatten wir das Spiel im Griff", freute sich der HSV-Coach.

Heidenreich kann mittlerweile auf einen gut funktionierenden Kader zurückgreifen. Die Ausfälle von Teetzen, Statkiewicz, Dübener und Loof wurden unter anderem von André Machel und Christopher Neidel sehr gut kompensiert. "Beide hatten in letzter Zeit nur wenige Einsätze", sagte Heidenreich. Es spricht für die mittlerweile gewachsene Qualität der Mannschaft, dass durch das Fehlen von Stammspielern keine Leistungseinbrüche zu verzeichnen sind.

 

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